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Ökumenischer Gottesdienst auf Schloss Voigtsberg

Die Glocken unserer Sankt Jakobi Kirche - was alles zu tun ist und die erste Kostenschätzung

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Auf dem Schloss Voigtsberg gibt es eine Georgskapelle. Georg ist ein Heiliger, er lebte im 4. Jahrhundert nach Christus und wurde um 304 enthauptet.

Seit einigen Jahren wird in dieser Kapelle immer um den 23. April herum ein Georgsgottesdienst abgehalten. Initiator war dafür Herr Edmund Meiser.

Sowohl die Evangelisch lutherische Gemeinde, wie auch die römisch katholische Gemeinde veranstalten diesen ökumenischen Gottesdienst und laden herzlich dazu am 28. April ein. Beginn ist um 17:00 Uhr.

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Die Glocken unserer Sankt Jakobi Kirche - was alles zu tun ist und die erste Kostenschätzung
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Für die Erneuerung unseres Geläutes müssen mehrere Schritte unternommen werden. Da im Südturm, also im Glockenturm noch der Hausschwamm steckt, ist das die erste Aufgabe: eine grundlegende Sanierung, sodass der Schwammbefall beseitigt wird. In über 30 Metern Höhe ist das keine leichte und schon gar keine kleine Aufgabe. Wenn dann der Schwammbefall behoben ist, muss eine neue Zwischendecke eingezogen werden, die dem Turm das richtige Schwingungsverhalten ermöglicht. Ein nächster Schritt ist danach ein sogenanntes Schwingungsgutachten. Mit dem wird festgestellt, wie sich die beiden Türme im Glockenbetrieb verhalten. Wir wissen heute, dass die zweimal vier kleinen Turmaufsätze beim Umgang der Kirchtürme die Glockenschwingungen nicht überstanden haben. Sie wurden instabil und mussten darum Ende der 1930 Jahre abgetragen werden.
Die beiden Hartgussglocken aus den 1950 er Jahren müssen ausgebaut und vom Turm heruntergelassen werden. Sie können nicht saniert werden. Ob die beiden anderen Glocken, die aus dem Jahr 1866 und die ganz alte Glocke aus dem 12. Jahrhundert an Ort und Stelle aufgearbeitet und ertüchtigt werden, oder ob sie in einer Glockengießerei saniert werden, das müssen die Experten entscheiden. Es müssen in jedem Fall wenigstens zwei neue Glocken gegossen werden, damit wir wieder ein Vierergeläut haben. Auch muss der gesamte Glockenstuhl aufgearbeitet und saniert werden.
In einem letzten Schritt werden dann die neuen Glocken eingeholt und auf dem Kirchturm eingebaut. Das wird hoffentlich ein großes Fest für die ganze Stadt Oelsnitz.
Eine erste vorsichtige Kostenschätzung von unseren Glockensachverständigen und Bauexperten ergab die Summe von 350.000 Euro. Sicherlich wird vonseiten der Landeskirche ein großer Zuschuss kommen, doch der weitaus größte Teil wird von unsrer Kirchgemeinde zu finanzieren sein.
Durch viele kleinere Spenden und zwei großzügige Einzelspenden (1x 7.000 € und 1x 5.000 €) konnten wir die stolze Summe von 20.000 Euro auf die Seite legen.
Doch wir sehen bei dieser großen Summe, dass wir die Glockensanierung für unsere Sankt Jakobikirche nur mit vereinten Kräften und gemeinsam mit allen Oelsnitzern schaffen können.

Wir sind dankbar für jede zweckbestimmte Spende.

Die meisten von Ihnen haben es wohl schon durch die Medien erfahren: das Geläut unsrer Jakobikirche ist stumm, es musste aus verkehrsrechtlichen Gründen sicherheitshalber stillgelegt werden!
Wir haben ein Schwingungsgutachten erstellen lassen. Das war notwendig, um zu erfahren, wie wir bei der Glockensanierung weiter verfahren. Bei einem solchen Schwingungsgutachten wird geprüft, wie die beiden Kirchtürme auf die Glockentöne reagieren. Das kann man nicht sehen und nicht hören, man kann es auch kaum berechnen, wohl aber messen. Um das mit einem Vergleich zu veranschaulichen folgendes: Stellen Sie sich zwei Gitarren vor, beide sind gleich gestimmt. Nun wird bei der ersten Gitarre die tiefste Saite angeschlagen und gibt einen Ton von sich. Bei der zweiten Gitarre kann man nun beobachten, dass die tiefste Saite ebenfalls anfängt zu schwingen, ganz leise, kaum hörbar. Da wird eine Schwingung übertragen und löst eine Resonanz aus. Dieses Phänomen gibt es in jedem Glockenturm. Leider werden die beiden Türme der Jakobikirche durch das Glockengeläut in ungute Schwingungen versetzt, die Schäden hervorrufen können. Heute wissen wir mit ziemlich 100%iger Sicherheit, dass die 8 kleinen Türmchen durch das Geläut solche Schäden bekamen, dass sie Ende der 1930er Jahre abgebrochen werden mussten. Das Gesims unterhalb der Turmumgänge hat bereits einige Formsteine verloren. Auch das sind höchstwahrscheinlich Schäden, die durch die Glocken verursacht wurden. Aufgrund des Schwingungsgutachtens hat unsere Landeskirche für die Glocken 1 bis 3 sicherheitshalber ein Läuteverbot ausgesprochen.
Das wirft uns in unseren Planungen zurück. Zugleich wissen wir damit, dass die anstehende Glockensanierung wesentlich teurer wird, als bisher geschätzt. Mit angenommenen 400.000 € werden wir nicht mehr hinkommen.
In einem Expertengespräch müssen wir als Nächstes klären, wie wir weiterkommen, ob etwa unsere große Glocke aus dem Jahr 1867 überhaupt noch eine Zukunft auf unserem Kirchturm haben wird. Höchstwahrscheinlich werden wir um unsere kleine Glocke, den Findling aus dem 12. Jahrhundert, ein neues Vierer-Geläut disponieren müssen. Das bedeutet, dass wir höchstwahrscheinlich drei neue Glocken werden in Auftrag geben müssen. Wir werden Sie an dieser Stelle immer auf dem Laufenden halten.
Glocken rufen immer zum Gebet. Wenn sie jetzt zur Zeit stumm sind, möchten wir umso eindringlicher zum Gebet rufen, für unsere Gottesdienste, für unsere Gemeinde, für die Christen in aller Welt, besonders die verfolgten Christen, für unsere Stadt und für unsere Glocken.
Zugleich rufen wir zu einer vermehrten Spendenbereitschaft auf.

Das letzte Mal, dass ich Ihnen von den Glocken geschrieben hatte, war in der Oktober und November Ausgabe 2017. Experten unsrer Landeskirche haben sich inzwischen Gedanken gemacht, wie unser zukünftiges Geläut Gestalt gewinnen kann. Es war uns dabei sehr entscheidend, dass gerade die große Glocke weiterhin zum Einsatz kommen kann. Die große Glocke ist die letzte Glocke, die nach dem großen Stadtbrand für unsere Kirche gegossen wurde. Der damalige Stadtrat hat sie gestiftet und ihre Namen sind auf ihr eingegossen. Diese Glocke hat die größten Schäden am Turm verursacht. Dennoch werden wir sie, nach umfänglichen Anpassungsarbeiten weiter läuten lassen können, zusammen mit zwei Glocken, die neu gegossen werden müssen und unserem kleinen Findling aus

dem 12. Jahrhundert. Noch sind die Experten dabei, das alles zu konzipieren, noch haben wir keine genaueren Angaben, wann wir loslegen können, wieviel Geld wir in die Hand nehmen müssen. Doch wir hoffen, dass wir im Verlauf dieses Jahres Klarheit bekommen. Wir werden Sie auf dem Laufenden halten. Bitte spenden Sie auch weiterhin für unsere Glocken.

Bei unserem Glockenvorhaben ist es in der letzten Zeit um einen wichtigen Schritt weiter gegangen. Wir haben im Kirchenvorstand die Disposition des

neuen Geläuts beschlossen. Der Glockensachverständige unsrer Landeskirche hat es für uns erarbeitet und uns dann eine Art Hörprobe vorgestellt. Nun sollen in diesem Jahr alle Planungen erarbeitet werden, vor allem muss ein Finanzierungsrahmen abgesteckt werden. Dann wollen wir mit Gottes Hilfe im kommenden Jahr die Sanierung unseres Geläutes in Angriff nehmen.

Pfarrer Schlotterbeck

Bisheriger Stand: 88.142 Euro (März 2018)

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